Schlafregression

Gerade hattest du das Gefühl, dass es endlich besser wird mit dem Schlaf deines Babies und plötzlich ist es wie ein Rückschritt: was dein Baby grad noch konnte, klappt plötzlich nicht mehr. Es wacht häufiger auf, findet schwerer in den Schlaf und ist unruhiger. Wahrscheinlich steckt eine Schlafregression dahinter. Aber die gute Nachricht: es ist kein Rück- sondern ein Fortschritt. Denn dein Baby macht gerade einen großen Entwicklungssprung.
Das ist eine Phase, in der dein Baby vorübergehend schlechter schläft. Meist ist das mit 4, 8, 12 und 18 Monaten. Regression bedeutet Rückschritt, ist in diesem Fall aber ein Fortschritt, denn dein Kind hat gerade etwas Großes Neues gelernt. Diese neu erlernten Fähigkeiten werden während des Schlafs im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Und dein Baby versucht, sie im Schlaf quasi zu Üben. Kein Wunder also, dass es unruhig schläft und öfter wach wird….
• Die gewohnten Schlafenszeiten passen nicht mehr
• Das Baby sucht viel mehr Nähe zu euch Eltern
• Die Einschlafbegleitung dauert tags und nachts länger als sonst und es ist schwerer zu beruhigen
• Das Baby wirkt übermüdet und weint mehr
Das ist tatsächlich völlig unterschiedlich und kann nach ein paar Tagen schon vorbei sein, es kann aber auch ein paar Wochen dauern. Jedes Kind (und seine Gehirnentwicklung) ist individuell.
Gebt euerm Baby einfach die Zeit und Nähe die es gerade braucht und wenn sie vorbei ist, knüpft beim Schlaf da wieder an, wo ihr vor der Regression ward.
Bei der 4-Monats-Schlafregression beginnt das Baby gerade, einen Schlafrhythmus zu entwickeln. Plötzlich ist Schlaf kein Zufall mehr und das fällt manchen Kindern erstmal schwer. Auch das Schlafhormon Melatonin spielt jetzt zunehmend eine Rolle, die Dunkelheit beim Schlafen hat nun also Einfluss auf den Schlaf. Es lernt gerade, sich zu drehen, zu greifen und damit beginnt auch die orale Phase. Die Tiefschlafphasen und Schlafphasen werden nun länger.
Bei der 8-Monats-Schlafregression entdeckt das Baby gerade die Zusammenhänge, zB dass Tiere, Dinge und Menschen in Gruppen eingeteilt werden können. Es lernt Muster kennen und beginnt, diese zu verknüpfen. zB das Abendritual mit dem Zubettgehen. Zu dieser großen Gehirnentwicklung kommen auch körperliche Fortschritte hinzu, wie das Robben, Krabbeln, vielleicht schon das Sitzen und die Zähne brechen in dieser Zeit vermehrt durch. Es braucht also die nächtlichen Schlafphasen zum Verarbeiten.
Bei der 12-Monats-Schlafregression lernt das Baby zB Tiergeräusche nachzumachen, spricht die ersten Worte wie „Mama“ und „Papa“, es zieht sich vermehrt an den Gegenständen hoch, der Pinzettengriff funktioniert nun richtig gut, es ist sehr aktiv, krabbelt viel und versucht vielleicht schon seine ersten Schritte. Auch möchte es zunehmend die Dinge „alleine machen“ und ist frustriert, wenn es nicht klappt. Manche kommen in dem Alter auch schon in die Kita, was natürlich eine enorme Umstellung ist.
Bei der 18-Monats-Schlafregression hat das Kind sich vom Baby zum Kleinkind entwickelt. Es entdeckt sich selbst und weiss genau, dass seine Familie zu ihm gehört. Das Wort „Nein“ ist jetzt faszinierend und wird oft verwendet. Es hat einen Wortschatz von mind. 50 Wörtern und nutzt seinen eigenen Vornamen um sich selbst zu benennen. Alles wird ausgeräumt und die Welt den ganzen Tag entdeckt, viele kommen mit Hilfe schon die Treppen hoch und runter.